Schwere, müde Beine

Unsere Beine leisten jeden Tag Schwerstarbeit. Auf ihnen lastet der größte Teil unseres Körpergewichts, das Tag ein Tag aus durch die Gegend tragen. Dabei entsteht aber nicht nur Druck auf unsere Beine, sondern auch auf das Herz, das die entsprechende Menge Blut dorthin pumpen muss. Dabei helfen die Muskeln und Venen in den unteren Extremitäten. Dennoch kann die Last manch einem zu schwer werden. Die Beine werden weich, zittrig und fühlen sich dann vor allem schwer an. Menschen, die sich den ganzen Tag viel bewegen, klagen deshalb am Abend häufig einmal über müde und schwere Beine.

Was genau versteht man unter schweren Beinen?

Langes Stehen oder Sitzen, gewaltige Fußmärsche oder andere außergewöhnlichen Belastungen haben schon bei vielen Menschen zu schweren und müden Beinen geführt. Solche Belastungen verlangsamen den Rückfluss des Blutes zum Herzen. Fast jeder hatte schon einmal schwere Beine, in Deutschland leiden wohl etwa 22 Millionen Menschen daran. Aber was genau bedeutet das eigentlich, wenn die Beine sich schwer an fühlen? Tatsächlich fällt es den Betroffenen dann schwer, die Beine überhaupt anzuheben – meist ist dies abends der Fall. Manchmal kribbeln, jucken und schmerzen die Beine dann. Dies muss aber nicht zwingend ein Grund zur Sorge sein, die Beine können trotzdem gesund sein und leiden lediglich unter der starken Belastung. Aber auch bestimmte Erkrankungen wie eine Venenschwäche könnten hinter den schweren und müden Beinen stecken, vor allem, wenn das Problem häufiger auftritt.

Grundsätzlich können die Beschwerden alle Menschen ereilen, jedoch sind überwiegend ältere Personen betroffen. Aber auch nach einer anstrengenden sportlichen Tätigkeit wie langes Joggen oder auch in der Schwangerschaft treten derlei Symptome auf.

Unsere Beine stehen Kopf

Wenn man sich einmal vorstellen will, welche Arbeit unsere Beine jeden Tag für uns leisten, der macht am besten einmal einen Handstand. Der Druck auf die Arme und den Kopf werden enorm! Dort sammelt sich infolge des Kopfstandes das Blut, welches natürlich auch wieder zum Herzen zurückgepumpt werden will. Was nach einer außergewöhnlichen Belastung klingt, ist für unsere Beine ihre tägliche und ständige Aufgabe. Die Beinmuskeln und –venen arbeiten ununterbrochen daran, jede Menge Blut zurück nach oben entgegen der Schwerkraft zum Herzen zu pumpen. Insgesamt sind fünf bis sechs Liter in unserem Körper ständig unterwegs. Dass die Beine dann mal ermüden, vor allem wenn wir lange standen oder gegangen sind, ist verständlich. Manchmal kommt es bei schweren und müden Beinen dann auch zu einem Rückstau von Flüssigkeiten, wodurch die Beine zusätzlich anschwellen können.

Im Sommer treten bleischwere Beine übrigens gehäuft auf. Warme Temperaturen wirken sich nämlich auch auf die Venen aus. Bei Wärme und Hitze weiten sich die Venen, der Bluttransport wird noch erschwert.

Für eine angenehme Einreibung bei müden, schweren Beinen, pflegt die Haut.

Ursachen für schwere und müde Beine

Die Gründe für schwere und müde Beine sind vielfältig. Außergewöhnliche und meist nicht dauerhafte starke Belastungen wie lange Auto- und Flugreisen oder eine stehende Tätigkeit beanspruchen die Beine enorm, so dass sie ermüden, schwer werden und unter Umständen auch anschwellen. Sportliche Überanstrengung kann genauso zur Fehlbelastung führen. Aber auch das Gegenteil bewirkt häufig einmal bleierne Beine: Hinter müden Beinen verbirgt sich womöglich auch ein stetiger Bewegungsmangel. Die Beinmuskeln verkümmern irgendwann infolge der mangelnden Bewegung und können deswegen beim Zurückpumpen des Blutes zum Herzen nicht mehr so gut helfen. Auch wer seinen Beinen zusätzliches Gewicht in Form von Übergewicht zumutet, leidet häufiger unter den schlappen Beinen. Schlecht sitzende Schuhe verstärken unter Umständen die Symptome noch weiter.

Tipps gegen müde und schwere Beine

Zwar gilt übermäßige sportliche Belastung als Auslöser für bleischwere Beine, doch sich nicht zu bewegen stellt keine Alternative dar – dann erlahmen die Venen und Muskeln erst recht. Experten empfehlen daher gezielt die Muskelpumpe zu trainieren. Dabei hilft schon einfache Fuß- und Beingymnastik. Wenn Sie zum Beispiel die Zehen immer mal wieder spreizen oder mit den Füßen auf- und abwippen von den Ballen bis zur Ferse, dann helfen sie der Muskelpumpe in den Beinen bei ihrer schweren Arbeit, das Blut „stromaufwärts“ zu transportieren. Wer bereits häufiger unter schweren und müden Beinen leidet kann sich etwa auf längeren Reisen im Auto oder im Flugzeug mit Kompressionsstrümpfen behelfen. In der täglichen Fuß- und Beinpflege können Betroffene sogar auf spezielle Produkte zurückgreifen, die durchblutungsfördernd wirken und gleichzeitig strapazierte Beine pflegt. Latschenkiefer und Rosskastanie etwa können den Blutfluss ankurbeln und damit zur Regeneration schwerer Beine beitragen.

Besenreiser

Insbesondere Frauen leiden unter den feinen, aber doch sichtbaren Besenreisern an den Beinen. Experten vermuten Schwangerschaften und ein damit verbundener erhöhten Östrogenspiegel als Ursache.

Wadenkrämpfe

Meistens sind die Wadenkrämpfe harmlos und nur selten verbirgt sich eine ernstere Krankheit hinter dem unangenehmen Symptom.