Straffe und schöne Beine

Wenn es um das Thema „Beine“ geht entwickeln die meisten Frauen leider immer noch Schamgefühle. Makellose, straffe und schöne Beine gehören offenbar unveränderlich zum weiblichen Schönheitsideal einfach dazu. Bauch, Beine und Po sind die Topthemen in Frauenzeitschriften. Dehnungsstreifen nach der Geburt, kleine Dellen und Fettpölsterchen stellen hingegen eher die Realität dar.

Die Kluft zwischen Ideal und Wirklichkeit ist groß und viele Frauen leiden darunter. Tatsächlich können wir auf verschiedene Weisen unser Bindegewebe stärken und die Beine dabei straffen. Aber was genau ist eine Bindegewebsschwäche oder Cellulite und was hilft dagegen wirklich?

Fast jede Frau betroffen

Auch wenn auf Werbeplakaten, in Hochglanzmagazinen oder Instagram-Fotos fast nie Cellulite, Dehnungsstreifen oder ähnliche Hauterscheinungen zu sehen sind, hat sie fast jede Frau! Um genau zu sein sind es ungefähr 98 Prozent. Der Grund für Cellulite, besser bekannt als Orangenhaut, ist genetisch bedingt. Fettläppchen in der Unterhaut, die sich im fortschreitenden Alter weiter ausbreiten führen zu den Dellen, die eigentlich niemand haben will. Sie gelten als Schönheitsmakel und stellen kein medizinisches Problem dar. Zunächst zumindest nicht, denn viele Betroffene leiden so schwer darunter, dass sich daraus sogar Depressionen entwickeln können.

Auch hormonelle Veränderungen können Einfluss auf unser Bindegewebe nehmen, vor allem das weibliche Geschlechtshormon Östrogen zeichnet dafür verantwortlich. Deshalb verändert sich bei den meisten Frauen der Körper nach einer Schwangerschaft oder den Wechseljahre besonders stark. Das Gewicht muss nicht zwangsläufig zu Dellen in der Haut führen. Nicht jede schlanke Frau hat zum Beispiel straffe und schöne Beine. Und warum sind eigentlich nur Frauen betroffen? Zumindest fast? Das hängt mit dem unterschiedlichen Aufbau des Bindegewebes zusammen. Während es bei Frauen ausschließlich parallel verläuft, besteht das Bindegewebe von Männern aus einem dichten Netz, welches deutlich weniger Fett und Wasser einspeichern kann.

Risikofaktoren für Cellulite, Dehnungsstreifen und Co.

Manche Frau kann sich glücklich schätzen, weil sie einfach ein straffes, festes Bindegewebe und deshalb makellos schöne Beine hat, auch wenn die Waage mal fünf Kilo mehr anzeigt. Grundsätzlich gilt also erst einmal zu akzeptieren, dass es sich um eine Veranlagung handelt, wenn man unter Orangenhaut leidet. Allerdings gibt es schon ein paar Dinge, die auf die Festigkeit unserer Oberschenkel Einfluss nehmen kann. Alkohol und Rauchen zum Beispiel tun der Haut nie gut, egal an welcher Stelle unseres Körpers. Sie begünstigen vorzeitige Hautalterung und sinkende Elastizität des Bindegewebes. Und natürlich führt eine fett- und zuckerhaltige Ernährung zu Übergewicht und zur vermehrten Ansammlung von Fettpölstern an den Beinen. Auch Wassereinlagerungen, die zum Beispiel durch mangelnde Bewegung hervorgerufen werden können, führen unter Umständen zu Dellen und Orangenhaut. Vorsicht bei Null-Diäten! Wer schnell viel abnimmt, nimmt meistens auch schnell wieder zu. Das belastet das Bindegewebe zusätzlich und lässt oftmals auch Dehnungsstreifen an den Innenseiten der Oberschenkel entstehen.

Der Weg zu straffen und schönen Beinen

Die gute Nachricht ist: Auch wenn ein straffes Bindegewebe in erster Linie von unserem Geschlecht und den genetischen Voraussetzungen abhängt, gibt es trotzdem Dinge, die wir für straffe und schöne Beine tun können.

Das A und O straffer und schöner Beine ist sicherlich Bewegung. Mit gezielten Bauch-Beine-Po-Übungen lassen sich unschönen Dellen am besten der Kampf ansagen. Beine und Po lassen sich am besten straffen mit Kniebeugen, Ausfallschritten, dem sogenannten Wandsitz oder einer Brücke. Dabei lässt sich eine starke Muskulatur aufbauen, die es Fettzellen schwer macht. Eine Kombination aus solchen Kräftigungsübungen mit Ausdauersport wie Radfahren, Schwimmen oder Joggen unterstützt einen ideal auf dem Weg zu strafferen Beinen. Bisher ließ sich zwar ein Zusammenhang zwischen Ernährung und der Entstehung von Cellulite wissenschaftlich nicht belegen, aber eine fett- und zuckerhaltige Ernährungsweise führt meistens zu Fettzellen. Mit ausgewogener und vollwertiger Nahrung hingegen kann man viel für die allgemeine Gesundheit tun. Zuckerhaltige oder fettes Essen hingegen tragen zum Wachstum von Fettzellen bei und salzhaltige Nahrungsmittel können zu Wasserablagerungen führen. Das wiederum kann auch dem Bindegewebe schaden. Darunter leidet dann gerade bei Frauen das Erscheinungsbild der Beine. Mit einer gesunden Ernährung tragen Sie demnach auch zu einer straffen Haut an den Beinen bei.

Massagen sind nicht nur angenehm, sondern wirken auch durchblutungsfördernd. Das werden Ihnen Ihre Problemzonen danken. Auf diese Weise wird der Stoffwechsel im Gewebe ebenfalls angeregt. Zusätzlich kann man durchblutungsfördernde Cremes oder Lotionen verwenden. Auch Wechselduschen fördert die Durchblutung.

Was bringen spezielle Therapien?

Nicht nur Fitnessstudios werben mit Bildern von langen, schönen und straffen Frauenbeinen. Unter anderem Kosmetikstudios bieten oftmals spezielle Behandlungen an, die Fettpölsterchen schmelzen und die ungeliebten Dellen verschwinden lassen sollen. Aber können etwa Kältekammern wirklich zu straffen und schönen Beinen verhelfen? Tatsächlich sind spezielle Therapien meist kostspielig, können sich aber nicht auf studienbasierte Ergebnisse stützen. Wenn Sie tatsächlich über solche Behandlungen nachdenken, lassen Sie sich besser von einem Hautarzt beraten.

Fördert die Durchblutung von Haut und Bindegewebe

Nicht verrückt machen lassen!

Auch wenn sich das Bindegewebe zu einem gewissen Punkt mittels Bewegung, Kraftsport, Ernährung, Massagen und Cremen und Wechselduschen straffen lässt, sollte man sich nicht verrückt machen lassen. Denn Cellulite und Co. sind eben genetisch bedingt und lassen sich in zahlreichen Fällen nicht vollständig bekämpfen. Deshalb kann auch ein positives Körpergefühl und Selbstbewusstsein nach außen strahlen und dazu beitragen, dass Sie selbst ihre Beine schön und straff finden!

Hornhaut

Es gibt zahlreiche Produkte und Tipps gegen Hornhaut. Doch helfen auch alle? Und was wirkt wirklich?

Kalte Füße

Im Winter klagen wir häufiger über kalte Füße – Frauen wie Männer! Aber woran liegt das, dass die Füße schneller an Temperatur verlieren?

Raue und sehr trockene Füße

Wenn die Füße spröde aussehen, sich rau anfühlen und schon Risse aufweisen, dann spricht man von sehr trockenen Füßen. Viele Menschen sind davon betroffen, denn die Füße behandeln wir oft stiefmütterlich.