Nackenbeschwerden

Welche Arbeit unser Nacken Tag ein und Tag aus für uns leistet, merken wir meist erst, wenn er streikt. Überlastung und Haltungsprobleme führen über einen längeren Zeitraum zu Zerrungen und Verspannungen im Nacken. Meist bedeutet das massive Bewegungseinschränkungen und unangenehme Beschwerden im Schulter- und Nackenbereich. Oftmals machen wir einen kalten Luftzug oder die eine falsche Bewegung verantwortlich dafür, dass der Nacken verspannt ist und wir den Kopf kaum mehr bewegen können. Allerdings hat der Nacken im buchstäblichen Sinne oft schon viel ertragen müssen bis er dann tatsächlich den Dienst einstellt. Zu den Hauptursachen von Nackenbeschwerden gehören Haltungsprobleme und überlastete Muskeln im Rücken-, Nacken- und Schulterbereich. Solche Fehlhaltungen führen dann dazu, dass sich die Muskeln verkürzen und verhärten. Der kleinste Luftzug kann dann die Nackenmuskulatur so verspannen, dass wir uns kaum noch bewegen können.

„Lastenträger“ Nacken

Schlecht eingestellte Monitore und Bürostühle oder zu lange den Blick nach unten auf das Smartphone gerichtet? Insbesondere sitzende Tätigkeiten, Computerarbeit und ähnliches bei gleichzeitigem Bewegungsmangel und einer schwachen Muskulatur führen in vielen Fällen zu Fehlhaltungen und Haltungsschäden. Der Kopf des Menschen wiegt durchschnittlich 6 Kilogramm, diese Last müssen die Nackenmuskulatur und die Wirbel rund um die Uhr tragen. Dabei ist der Nacken ein komplexes Konstrukt: Er besteht aus unzähligen Nervenbahnen, zahlreichen Muskeln und insgesamt 7 Wirbeln. Der Nacken trägt nicht nur eine große Last, sondern verzeiht so manche Fehlhaltung. Beschwerden im Nackenbereich sind deshalb meist ein Zeichen dafür, dass der Nacken schon lange Zeit überfordert und überlastet wurde. Denn die Hauptursache für Nackenbeschwerden sind Haltungsprobleme und eine überforderte Muskulatur im Nacken-, Rücken- oder Schulterbereich. Eine geringe Zusatzbelastung körperlicher, aber auch seelischer Natur kann dann genügen, dass der Balanceakt der Nackenmuskulatur nicht mehr gelingt und er „dicht“ macht. Das heißt die Nackenmuskeln ziehen sich zusammen und entspannen nicht mehr.

Ursachen von Nackenbeschwerden

Beschwerden im Nackenbereich werden überwiegend von Verspannungen und Verkrampfungen in der Muskulatur ausgelöst. Dabei sind akute Nackenbeschwerden weit verbreitet, etwa 70 Prozent aller Deutschen leiden unter Rückenbeschwerden und ein Drittel davon berichtet von Verspannungen und Verkrampfungen im Nacken- und Schulterbereich. Akute Beschwerden im Nackenbereich sind also weit verbreitet und meist auch kein Grund zur Sorge. Verspannungen z. B. nach langer Computerarbeit, eine ungünstige Schlafposition und dann kalte Zugluft im Nacken können schnell zu Nackenbeschwerden führen. Die meisten Betroffenen können in der Regel die Ursache nicht eindeutig bestimmen. Aber in der Regel klingen die Verspannungen und Verkrampfungen in einem Zeitraum von 1 bis 2 Wochen von alleine ab. Da die Belastungen, die die Beschwerden auslösen sich mit aller Wahrscheinlichkeit wiederholen, kehren meist auch die Nackenbeschwerden nach einer gewissen Zeit wieder oder treten sogar chronisch auf. Es lohnt sich also, nach den Ursachen zu forschen.

Meist sind die Nackenbeschwerden also muskulär und durch falsche Belastungen und Körperhaltungen bedingt. Aber es gibt auch andere Ursachen, die zu verhärteten und verkürzten Nackenmuskeln führen können. Chronische Veränderungen des Skeletts oder der Bandscheiben zählen auch zu den Auslösern von Nackenbeschwerden.

Weitere Ursachen sind:

  • Psychischer Stress: Seelische Anspannung infolge von Stress, Ängsten oder Beziehungsproblemen äußert sich auch in körperlicher Verkrampfung
  • Erkältungen und Grippeerkrankungen können zu den typischen Beschwerden im Nacken führen
  • Eine übermäßige Muskelaktivität im Halsbereich und verursacht Muskelverspannungen und eine schiefe Kopfhaltung (Schiefhals)
  • Verletzungen wie ein Schleudertrauma oder Wirbelbrüche können ebenfalls Nackenbeschwerden auslösen
  • Körperlicher Verschleißerscheinungen wie Bandscheibenvorfälle, Arthrose, Osteoporose oder Rachitis können hinter den Nackenbeschwerden stecken

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn die Nackenbeschwerden mit Kopfschmerzen, Fieber und eventuell sogar Verwirrtheit auftritt. Dann kann es sich auch um eine Hirnhautentzündung handeln, die durch Bakterien ausgelöst wird.

Symptome und weitere Beschwerden

Die Beschwerden von Nackenverspannungen sind vielen gut bekannt und meist schnell identifiziert. Der Nacken lässt sich nicht richtig bewegen, es tut im Nackenbereich weh, eventuell ist auch der Kopf, die Schulter oder der Arm betroffen. Der Steife Hals verursacht unter Umständen nicht nur Beweglichkeitseinschränkungen, sondern auch ein Taubheitsgefühl oder Kribbeln in den Fingern.

Wenn die Nackenbeschwerden allerdings chronisch sind, ist es dringend angeraten, die über Jahre hinweg eingefahrenen Fehlhaltungen zu korrigieren, ansonsten drohen Folgeschäden. Es könnte sich unter Umständen das sogenannte HWS (Hals-Wirbel-Säulen)-Syndrom entwickeln, bei dem die Beschwerden nicht nur im Nacken auftreten, sondern darüber hinaus in Schulter und Arm ausstrahlen. Außerdem sind auch Störungen der Nerven möglich. Besser bekannt ist dieses Syndrom im Volksmund als steifer Hals bekannt. Beim Hals-Arm-Syndrom können sich unter Umständen sogar Lähmungserscheinungen entwickeln und Sensibilitätsstörungen in den Händen auftreten. Nackenverspannungen und -beschwerden können zudem Migränen auslösen, Entzündungen in der Schulter hervorrufen oder auch Bandscheibenprobleme sowie Atemstörungen verursachen.

Was kann man gegen Nackenbeschwerden tun?

Bei akuten Nackenverspannungen sollten Sie zunächst einmal jede Belastung des Nackens, sowie des Hals- und Schulterbereichs vermeiden. Das bedeutet aber nicht, dass man sich am besten stocksteif ins Bett legt. Kleine und sanfte Bewegungen mobilisieren und durchbluten die betroffene Muskulatur. Auf diese Weise helfen wir der Muskulatur, wieder zu entspannen. Dabei helfen auch Massagen und Wärme. Bewährt hat sich auch die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson. Dabei werden die Muskeln nach Sekunden aktiver Anspannung wieder entspannt. Bei dieser ganzheitlichen Technik soll auch der Geist zur Ruhe kommen. Wer häufiger von Nackenbeschwerden geplagt ist, sollte Zugluft und Kälte meiden. Bewegung und eine Rückenschule helfen dabei, dass die Muskulatur stabil und locker ist und Fehlhaltungen vermieden oder korrigiert werden. Auf diese Weise lassen sich Nackenbeschwerden vermeiden.

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