Rückenbeschwerden

„Rücken haben“, „Hexenschuss“, „Kreuzschmerzen“: Die Palette an Umschreibungen von Rückenbeschwerden ist so vielfältig wie das Leiden selbst. Rückenbeschwerde ist nicht gleich Rückenbeschwerde. Die Beschwerden sind zudem weit verbreitet. Ein Großteil der Bevölkerung macht mindestens einmal im Leben aus welchen Gründen auch immer Bekanntschaft mit Beschwerden im Rücken. Rückenbeschwerden können außerdem im oberen, mittleren, unteren Teil des Rücke ns oder auch seitlich auftreten. Manchmal tut auch der gesamte Rücken weh. In den meisten Fällen entstehen die Verspannungen, Bewegungseinschränkungen und Co. im Rücken durch strapazierte Muskeln, Bänder oder Verschleißerscheinungen. Lesen Sie hier, welche Formen von Rückenbeschwerden es gibt, welche Ursachen dahinter stecken, was Sie selbst tun können und wann Sie lieber den Arzt aufsuchen sollten.

Wie fühlen sich Rückenbeschwerden an?

Tatsächlich sind Rückenbeschwerden ein Symptom, das heißt sie deuten auf zugrundeliegende Beschwerden hin. In den meisten Fällen sprechen Betroffene von Kreuzschmerzen, damit sind am häufigsten die Beschwerden im unteren Rücken oberhalb des Gesäßes gemeint. Der untere Rücken beginnt tatsächlich schon unterhalb des Rippenbogens. Aber die unangenehmen Rückenleiden sitzen können auch weiter oben oder sogar seitlich sitzen. Die Symptome reichen dabei über dumpfe, ziehende, pochende oder auch stechende Beschwerden bei bestimmten Bewegungen. Es kann, etwa wenn die Lendenwirbelsäule betroffen ist, zu Ausstrahlungen und sogar Lähmungserscheinungen in einem oder beiden Beinen kommen. In diesen Fällen sind die Nerven schon stark in Mitleidenschaft gezogen.

Ursachen von Rückenbeschwerden

Die meisten Menschen hatten bereits schon ein- oder mehrmals Rückenbeschwerden, ohne dabei genau sagen zu können, woher die Schmerzen kamen. Manches Mal ist eine falsche Bewegung oder das Heben und Tragen schwerer Lasten die Ursache für das Rückenleiden. Wenn eine solche Ursache erkennbar ist, dann sprechen Mediziner von spezifischen Rückenbeschwerden. Wenn sich keine Gründe für die Beschwerden im Rücken finden lassen gelten die Rückenbeschwerden als unspezifisch. Die Mehrheit der Betroffenen leidet an dieser unspezifischen Form, das heißt die Muskulatur ist in diesen Fällen verkrampft, verhärtet oder verspannt.

Ein weiteres Indiz bei der Ursachenforschung ist, ob es sich um akute oder chronische Beschwerden handelt. Als akut gelten sie, wenn sie nicht länger als sechs Wochen auftreten und zuvor über einen Zeitraum von sechs Monaten keine Beschwerden aufgetreten sind. Rückenbeschwerden, die nach über 12 Wochen nicht abklingen gelten als chronisch. Ärzte werden Sie auch nach der Ausprägung und Häufigkeit der auftretenden Beschwerden fragen. Wichtig ist zudem, welcher Teil des Rückens betroffen ist. Handelt es sich um den oberen Rücken, den mittleren Teil oder den unteren Rücken. Je nachdem können Auslöser zum Beispiel in der Haslswirbel- oder Lendenwirbelsäule gesucht werden.

Zu den Ursachen von Rückenbeschwerden zählen unter anderem:

  • Bandscheibenvorfälle
  • Abnutzungserscheinungen (z.B. Wirbelbrüche infolge von Osteoporose)
  • Verschleißerscheinungen infolge von Arthrose
  • Gürtelrose
  • Iliosakralgelenk-Syndrom
  • Spinalkanalstenose
  • Wirbelsäulenkrümmung
  • Wirbelsäulenentzündung
  • Wirbelgleiten
  • Schwangerschaft
  • Prostataentzündungen
  • Nierenbeckenentzündung/Nierensteine

Am häufigsten: Chronische und nicht-spezifische Beschwerden

In über 80 Prozent der Fälle von Rückenbeschwerden lässt sich keine Ursache identifizieren, die Beschwerden treten jedoch über einen längeren Zeitraum und/oder immer wieder auf. In diesen Fällen zeichnen berufliche Überlastung, Übergewicht, Fehlhaltungen, einseitige Bewegungsmuster sowie Bewegungsmangel für die Leiden verantwortlich. Die Muskeln und Faszien im Rücken verhärten, verkleben, verkrampfen und verkürzen sich dann. Begünstigt werden die Rückenbeschwerden dann zum Beispiel durch ergonomische Probleme, wie zum Beispiel eine falsche Einstellung der Geräte und Möbel am Arbeitsplatz. Auch Stress im beruflichen und privaten Umfeld können Rückenbeschwerden begünstigen.

Wie lassen sich Rückenbeschwerden behandeln

Bei spezifischen Rückenbeschwerden richtet sich die Therapie nach der zugrundeliegenden Ursache. Zur Linderung auch der nicht-spezifischen, akuten wie auch chronischen Beschwerden gibt es verschiedene Möglichkeiten. Bewährt haben sich zum Beispiel manuelle Therapien mit Techniken wie Mobilisation und Manipulation. Die Bewegungstherapie (Physiotherapie) mit ihren kontrollierten und sanften Bewegungen wird bei beiden Formen von Rückenbeschwerden empfohlen. Dabei lässt sich nicht nur die Muskulatur lockern, sondern auch über Jahre eingeübten Fehlhaltungen kann auf diese Weise entgegengewirkt werden. Auch Massagen helfen dabei Verspannungen und Verkrampfungen bei subakuten und chronischen Rückenbeschwerden zu lindern.

Präventiv, aber auch heilend wirken sogenannte Rückenschulen. Teilnehmer solcher Kurse verinnerlichen rückenschonende Bewegungsabläufe im Alltag, lernen Mobilisations- und Stabilisierungsübungen und können auf diese Weise ihren Rücken stärken.

Was kann man selbst gegen die Rückenbeschwerden tun?

Die gute Nachricht angesichts der zahlreichen Rückenleiden ist doch: Man kann selbst viel für seinen Rücken tun. In den meisten Fällen ist unsere Lebensweise für die Entstehung von Rückenbeschwerden verantwortlich. Wenn wir also Bewegungsabläufe ändern oder unsere Ernährung umstellen können wir Einfluss auf unsere Rückengesundheit nehmen.

Bewegung zum Beispiel fördert nicht nur den Aufbau der Muskulatur, sondern trägt auch zur Durchblutung bei. Außerdem könnte auf diese Weise auch Übergewicht reduziert werden. So lassen sich Risikofaktoren für die Entstehung von Rückenbeschwerden abbauen. Dehnungs- und Lockerungsübungen nach dem Sport sind übrigens genauso wichtig wie die Bewegung selbst. Damit beugen wir Verkürzungen und Verspannungen vor.

Von großer Bedeutung sind rückengerechte Bewegungen. Um etwa einen Hexenschuss zu vermeiden, sollten man das richtige Bücken, Heben und Tragen berücksichtigen. Beim Hochnehmen eines Wasserkastens geht man am besten immer in die Knie und hält dabei den Rücken gerade. Auch ein ergonomisch auf die eigene Körpergröße und Bedürfnisse eingerichteter Arbeitsplatz kann sich positiv auf die eigene Rückengesundheit auswirken.

Auch regelmäßige Entspannung und der Ausgleich zu Stress und Anspannung kann Rückenproblemen vorbeugen. Psychische Belastungen können ebenfalls Verspannungen und Verkrampfungen hervorrufen. Wenn wir rechtzeitig einen Ausgleich schaffen, dann können wir Verspannungen, die Rückenbeschwerden auslösen, vorbeugen.

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