Hornhaut

Auf unseren Füßen bestreiten wir unser Leben, sie tragen uns den größten Teil der Tage durch die Gegend. Und dafür behandeln wir sie aber oftmals nicht entsprechend. Gerade die Pflege der Füße wird häufig vernachlässigt. Schöne Füße mit samtig weicher Haut gelten als ästhetisch, doch investieren wir in ein solches Aussehen der Füße eher weniger Zeit. Trockene, rissige Hornhaut zeigt sich an vielen Füßen. Das rächt sich im Sommer, wenn die Füße in Sandalen und ähnlichem Schuhwerk zur Schau gestellt werden soll. Menschen, die viel Sport treiben sowie ältere Personen tendieren besonders oft zu Hornhaut. Doch die Füße müssen nicht so aussehen! Es gibt zahlreiche Produkte und Tipps gegen Hornhaut. Doch helfen auch alle? Und was wirkt wirklich?

Die Haut und die Entstehung von Hornhaut

Unsere Haut ist unser größtes Organ, bei Erwachsenen umfasst sie fast ganze zwei Quadrameter. Ihre primären Aufgaben liegen in einer Schutzfunktion vor äußeren, schädlichen Einflüssen und in der Temperaturregulation. Wie einige vielleicht noch aus dem Biologieunterricht wissen, besteht die Haut grob betrachtet aus drei Schichten: der Unterhaut (Subcutis), der Lederhaut (Dermis) und der Oberhaut (Epidermis). Die Oberhaut liegt, wie der Name schon sagt, an der Oberfläche und schützt unseren Körper. Sie selbst verfügt über keine Blutgefäße, versorgt wird sie deshalb von der darunter liegenden Lederhaut. Wenn nun diese oberste Hautschicht verdickt, dann spricht man von Hornhaut.

Aber warum verhornt diese Hautschicht überhaupt? In der Epidermis teilen sich die Zellen immer wieder, andere sterben nach und nach ab und wandern dabei nach oben. Dabei entstehen sogenannte Korneozyten, welche die eigentlichen Hornzellen sind. Diese sterben ab und schilfern sich bei gesunder Haut einfach ab. Hautschuppen, die wir verlieren, sind also meist Hornhautschüppchen. Manchmal aber wuchern diese Zellen, meist an den Füßen, und es entsteht die unliebsame Hornhaut. Eigentlich handelt es sich dabei um eine kluge Reaktion der Haut auf Druck. Wenn an einer bestimmten Stelle stetig Druck ausgeübt wird, dann sammelt unser Körper an dieser Stelle vermehrt Korneozyten an, um die darunterliegende Epidermis zu schützen. Und da an den Füßen häufig Druck entsteht, allein schon beim Stehen oder Laufen, kommt es dort eben besonders häufig zu diesen Hautverdickungen und –verhornungen. Aber auch Ellenbogen und Knie können betroffen sein.

Ursachen von Hornhaut

Mediziner bezeichnen Hornhaut als Callositas. Die verdickten Hautpartien sind an sich nützlich, denn sie schützen unsere Haut vor starker Belastung etwa durch konstanten Druck oder Reibung. Ästhetisch ist sie allerdings nicht, vor allem wenn richtig viel Hornhaut auftritt. Die Haut kann sich dann richtig gelb verfärben und auch Risse aufzeigen. Besonders häufig tritt die Hornhaut an den Füßen auf. Jeder Mensch hat wohl ein paar Hornzellen an den Füßen, weil dort naturgemäß durch Laufen oder Stehen mehr Druck entsteht oder die Füße in Schuhen reiben. Warum aber haben manche Menschen mehr Hornhaut als andere?

Schwielige Hornhaut entsteht meist an den Fersen sowie an den Ballen, manchmal ist auch die Seite des großen Zehs betroffen. Druck und Reibung sind bereits als Ursache entlarvt, doch es gibt Faktoren, die besonders drücken und reiben. So zum Beispiel schlecht sitzende, zu enge oder zu große Schuhe. Dies kann beides hervorrufen, Druck und Reibung. Absatzschuhe können ebenfalls Hornhaut provozieren. Bei hohen Schuhen lastet das Körpergewicht nämlich vorwiegend auf den Fußballen. Aber auch Fußfehlstellungen zählen zu den Gründen, warum manch einer viel Hornhaut an den Füßen hat. Bei einem besonders hohen Fußgewölbe oder einer Hammerzehe etwa ist die Belastung durch das Körpergewicht ungleich verteilt. Dies wiederum führt zu einer stärkeren Hornhautbildung. Genauso erhöht auch Übergewicht den Druck auf die Füße. Auch wer etwa von Berufs wegen viel stehen oder gehen muss belastet seine Füße besonders.

Cremen, Schälen, Hobeln: Was hilft gegen Hornhaut?

Die Produktpalette in Drogeriemärkten und Apotheken in Sachen Hornhautentfernung ist breit. Fußfeilen, Hornhauthobel, Cremes und Salben gibt es in verschiedenen Ausführungen, Formen und Farben. Da ist die Wahl nicht immer leicht. Grundsätzlich gehört zu einer guten Fußpflege eine intensive Reinigung -am besten ein Fußbad nehmen, dann gut trocken tupfen oder föhnen sowie das abschließende Eincremen sind unerlässlich. Haben sich aber erst einmal dicke, verhornte Schwielen an den Füßen breit gemacht reicht diese alltägliche Pflege oft nicht mehr aus und es bedarf einer speziellen Pflege bei Hornhaut.

Greifen Sie demnach lieber zu einem speziellen Produkt, dass die Hornhaut ohne zusätzlichen Druck oder Reibung entfernt. In bestimmten Hornhautsalben ist zum Beispiel Salicylsäure enthalten, die wie ein Peeling für die Füße wirkt. Sie hilft dabei die Hornhaut abzutragen. Dermatologen empfehlen Betroffenen gerne Salben mit einer Mischung aus Salicylsäure (10 %) und Vaseline, da diese Wirkstoffkombination nicht nur die Hornhaut entfernt, sondern auch die Verhornungsneigung des Fußes reduziert. Sogenannte Schälsalben mit Salicyl lassen sich folglich auch präventiv einsetzen.

Schrunden

Trockene, spröde und rissige Haut an den Füßen tritt meist in den Wintermonaten auf. Menschen, die grundsätzlich trockene Haut haben, leiden auch ganzjährig unter sogenannten Schrunden. Diese sind nicht nur unangenehm und können sogar Schmerzen verursachen, sondern sie stellen auch ein weiteres Gesundheitsrisiko dar.

Kalte Füße

Im Winter klagen wir häufiger über kalte Füße – Frauen wie Männer! Aber woran liegt das, dass die Füße schneller an Temperatur verlieren?