Schrunden

Trockene, spröde und rissige Haut an den Füßen tritt meist in den Wintermonaten auf. Menschen, die grundsätzlich trockene Haut haben, leiden auch ganzjährig unter sogenannten Schrunden. Diese sind nicht nur unangenehm und können sogar Schmerzen verursachen, sondern sie stellen auch ein weiteres Gesundheitsrisiko dar. Die Risse im Fuß stellen für Bakterien und Pilzen eine ideale Pforte dar. Vielfältige Ursachen stecken hinter den Rissen an den Fersen: Neben Feuchtigkeitsmangel bis hin zum falschen Schuhwerk zeichnen manchmal auch innere Faktoren dafür verantwortlich. Die richtige Pflege jedoch hilft bei trockener, rissiger und verhornter Haut.

Was sind Schrunden?

Im Volksmund als Schrunden bezeichnete Hautprobleme sind sehr feine Risse und Furchen in der Haut. Der Begriff stammt aus dem Althochdeutschen („Scrunda“) und bedeutete damals Spalte oder Riss. In vielen Fällen sind die Schrunden eine Folge von trockener Haut. Die Risse entwickeln sich langsam, sodass sie zu Beginn oft gar nicht bemerkt werden. Kleine Schrunden verursachen ein Spannungsgefühl und reagieren empfindlich auf Druck. Je größer die Verletzung wird, desto unangenehmer werden die Symptome. Üblicherweise dient die Haut – übrigens das größte menschliche Organ – als Schutzschild gegen Bakterien und Schmutz. Wenn aber Furchen und Risse entstehen ist dieser Schutz nicht mehr gewährleistet. Mediziner nennen solche Furchen in der Haut, an denen das Gewebe einfach aufbricht, Rhagaden.

Schrunden können sich überall am Körper bilden, aber besonders oft sind die Fersen betroffen. Daneben treten die sogenannten Rhagaden aber auch an den Mundwinkeln oder an den Ellenbogen auf. Manchmal entstehen wenige millimetergroße Schrunden auch an Schleimhäuten. In den meisten Fällen treten die Schrunden an den Fersen auf, es können aber andere Körperregionen betroffen sein wie zum Beispiel die Mundwinkel. Grundsätzlich treten sie dort auf, wo die Haut zart ist und besonderer Reibung oder Belastung ausgesetzt ist. Diese Stellen finden sich eben vorwiegend an den Händen, am Mund und an den Fußsohlen.

Symptome, Beschwerden und Komplikationen

Die Beschwerden an den Füßen und Fersen zeichnen sich zunächst durch sehr feine und kleine Hautrisse aus, die mit bloßem Auge kaum sichtbar sind. Da die rissige Haut oft mit der Trockenheit der betroffenen Hautpartie einhergeht, kann sich bei Schrunden auch ein Spannungsgefühl bemerkbar machen. Meistens entstehen diese Risse an der Ferse, die darauf auch druckempfindlich reagieren können. Normalerweise lassen sich diese Hautrisse gut behandeln. Ohne Behandlung jedoch kommt es zu weiteren Symptomen und Beschwerden. Die Haut verfärbt sich, es treten Schmerzen auf und es kann sogar zu blutigen Rissen kommen. Sobald die Risse größer werden, vergrößert sich auch das Gesundheitsrisiko. Denn durch die offenen Stellen und tieferen Risse können Bakterien, Viren oder Pilze ungehindert eindringen und eine Infektion auslösen. In schlimmen Fällen fängt die Wunde an zu bluten oder es entwickelt sich sogar ein Abszess.

Symptome und Beschwerden im Überblick:

  • zunächst mikrofeine Risse, meist an den Fersen
  • Spannungsgefühl
  • druckempfindliche Fersen
  • Schmerzen
  • tiefere Risse, teils blutig
  • Infektionen, Blutungen oder Abszesse als Komplikationen

Das lässt die Haut reißen

Unsere Haut wird idealerweise mit Feuchtigkeit und Nährstoffen versorgt. Das macht sie samtig weich, geschmeidig und vor allem elastisch. Die Ursache von Schrunden aber liegt in einer mangelnden Elastizität der Haut. Die Haut reißt unter bestimmten Voraussetzungen ein, weil sie sich etwa bei Bewegung nicht mehr entsprechend dehnen kann. Da die Füße fast den ganzen Tag in Bewegung sind, vermehrtem Druck und Reibung ausgesetzt sind, entstehen dort besonders oft die zunächst feinen Risse. Meistens hängt dies mit Trockenheit der Haut zusammen, aber auch extreme Kälte oder starke Beanspruchung können dafür verantwortlich sein.

Fehlende Feuchtigkeit, demnach auch eine falsche oder mangelnde Pflegeroutine, gehört zu den häufigsten Ursachen für die Fersenrisse. Die Haut an den Füßen verfügt ohnehin nicht über Talgdrüsen, trockene Füße sind deshalb fast vorprogrammiert. Talg unterstützt nämlich üblicherweise am restlichen Körper die Haut darin, geschmeidig und eben elastisch zu sein. Wer aus hormonellen oder genetischen Gründen bereits zu trockener Haut neigt, seine Füße kaum oder gar nicht salbt oder eincremt, der bekommt auch leichter Schrunden.

Trockene Haut kann allerdings auf verschiedene Ursachen zurückgeführt werden. Auch ein Mineralstoffmangel zählt zu den Ursachen für Rhagaden. Wenn Ihnen bestimmte Vitamine und Mineralien, wie z.B. Eisen oder Zink fehlen, wirkt sich das unter Umständen auch auf die Fußsohlen aus. Risse können die Folge sein.

Besondere Belastungen, Reibung und Druck können ebenfalls trockene und rissige Haut verursachen. Wenn Sie zum Beispiel einen stehenden Beruf ausüben, dann tragen Ihre Füße eine erhöhte Last. Das kann zu Schrunden an den Füßen führen, wenn dann auch noch der nötige Ausgleich und eine gute Pflege fehlen. Extreme Belastung entsteht für unsere Fußsohlen ebenfalls bei schlecht sitzenden wie zu engen Schuhen genauso wie Übergewicht und regelmäßiges langes Stehen sowie Laufen. Zu den besonderen Belastungen zählt übrigens auch unpassendes Schuhwerk. Wenn dadurch die Füße falsch belastet werden, entsteht großer Druck auf die Ballen und Fersen.

Pflegt intensiv rissige, trockene, verhornte Haut

Krankheiten als Auslöser von Schrunden

Wenn die Risse an den Füßen immer wiederkehren, können Sie auch das Symptom einer zugrundeliegenden Krankheit sein. In diesem Fall sollten Sie einen Arzt konsultieren. Unter Umständen sind die Schrunden dann ein Hinweis auf eine Schuppenflechte oder eine Neurodermitis. Diese Krankheiten haben großen Einfluss auf die Hautgesundheit im Allgemeinen. Insbesondere auch Diabetes Typ 2 bringt häufig wesentliche Veränderungen der Hautbeschaffenheit mit sich. Aber auch Darmerkrankungen wie Morbus Crohn können die Bildung von Hautrissen begünstigen. Diese Erkrankungen gehören natürlich in ärztliche Behandlung, die Pflege der entstandenen Rhagaden können Sie aber auch dann selbst zuhause übernehmen.

Ursachen vermeiden

Die Ursachen von Schrunden sind zwar vielfältig, weil aber in den seltensten Fällen ernstere Erkrankungen dahinter stecken, lassen sich die Auslöser meist leicht abstellen. Wer an einem Feuchtigkeitsmangel leidet, sollte insbesondere auch seine Flüssigkeitszufuhr überprüfen! Trinke ich wirklich genug? Zwei Liter Mineralwasser oder ungesüßte Kräutertees sind die empfohlene Menge an Flüssigkeit pro Person. Auch Hornhaut an den Füßen kann die Haut zusätzlich belasten, wodurch noch leichter Risse entstehen. Auch die gründliche Hornhaut Entfernung gehört zu der regelmäßigen Fußpflegeroutine dazu. Häufig lassen sich die Schrunden auf eine mangelnde Pflege zurückführen. Achten Sie vor allem darauf, ihre Füße nach dem Duschen oder Baden richtig abzutrocknen. Wenn die Haut nass bleibt, dann kann unter Umständen die natürliche Hautbarriere beeinträchtigt werden. Vor allem bietet Feuchtigkeit wiederum Pilzen und Bakterien einen idealen Nährboden, da sie in die bereits vorhandene Risse noch leichter eindringen können. Gründlich waschen und abtrocknen der Füße gehört zur Vermeidungsstrategie von Schrunden unbedingt dazu. Wie auch andere Hautpartien benötigen unsere Füße allerdings auch eine regelmäßige Pflegeroutine. Vor allem wenn die Haut, und damit auch die an Fersen und Ballen trocken ist, bedarf sie einer feuchtigkeitsspendenden Pflege.

Die richtige Fußpflege bei Schrunden

Das A und O bei Schrunden heißt: Pflege, Pflege und nochmal Pflege. Sobald erste Risse in der Ferse auftreten, auch wenn sie noch so klein sind, sollten sie entsprechend behandelt werden. Ansonsten drohen ernstere Komplikationen wie blutige Risse, Infektionen und womöglich sogar Abszesse. Da die Risse in den Fersen entstehen, da die Haut die Feuchtigkeit nicht erhalten kann, nicht mehr so elastisch ist und infolgedessen auftretendem Druck nicht mehr standhalten kann, gilt es bei der Fußpflege vor allem auf Feuchtigkeit zu setzen.

Schrundensalbe hilft gegen Schrunden, kleine Hautrisse, die vorrangig an den Füßen auftreten. Aber auch Hände, zum Beispiel die Fingerkuppen, sind manchmal betroffen. Wer Schrunden hat, hat oftmals auch trockene Haut und Hornhaut.

Um die Fußpflege, um trockene Füße zu pflegen, Schrunden vorzubeugen, abzurunden, empfehlen sich auch regelmäßige Fußbäder sowie die anschließende Hornhaut-Entfernung. Auf diese Weise lassen sich bereits vorhandene Schrunden gut behandeln und in Zukunft auch vorbeugen.

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