Kalte Füße

Fast jeder kennt kalte Füße – zumeist in der kalten Jahreszeit. Entweder sind dann ein zu kalter Fußboden, fehlende Hausschuhe, Schnee und klirrende Kälte oder unpassendes Schuhwerk dafür verantwortlich. Einige Menschen leiden aber auch im Sommer unter kalten Füßen, häufig sind dann auch noch die Hände kalt. Meistens sind es Frauen, die auch bei milden Temperaturen eisige Zehen und Füße haben. Ins Bett geht es dann mit dicken Baumwollsocken und am besten noch eine extra dicke Decke darüber! Warum aber ähneln die Füße Eiszapfen, während der restliche Körper wohlig warm ist?

Warum werden zuerst die Füße kalt?

Im Winter klagen wir häufiger über kalte Füße – Frauen wie Männer! Aber woran liegt das, dass die Füße schneller an Temperatur verlieren? Eigentlich handelt es sich dabei um eine wichtige Schutzfunktion unseres Körpers. Denn wenn es draußen kalt wird, dann versucht unser Körper insbesondere die lebenswichtigen Organe zu wärmen, die sich eben in der Mitte unseres Körpers befinden. Füße, Beine sowie Hände und Arme erkalten im Winter schneller. Im Sommer etwa weiten sich die Blutgefäße werden gut versorgt. Im Winter hingegen verengen sich die Blutgefäße. Zuerst die Zehen, dann die Füße und die Beine und so fort kühlen nach und nach aus. Wir frieren also bei Kälte und Nässe schneller an den Füßen. Deshalb ist entsprechende Kleidung bei Eiseskälte so wichtig. Wer sich länger bei Minusgraden draußen aufhält und nicht warm genug eingepackt ist, riskiert sogar Erfrierungen!

Kalte Füße auch im Sommer

Kalte Füße kennt jeder. Allerdings verbinden viele Menschen die Kälte in den Extremitäten auch mit kalten Temperaturen. Das muss aber nicht immer der Fall sein. Einige Personen frieren ganzjährig, so auch im Sommer, an den Füßen. Besonders häufig sind ältere Menschen davon betroffen, denn sie haben unter anderem mit nedrigem Blutruck zu kämpfen. Auch Venenschwächen tragen dazu bei, dass ältere Frauen und Männer schneller und des Öfteren kalte Füße bekommen.

Frauen frieren ebenso besonders schnell an den Füßen. Frauen haben einen geringeren Energieverbrauch als Männer und produzieren weniger Wärme. Der kleinere Grundumsatz führt dazu, dass Frauen eher auskühlen - und der Organismus die Wärme dort speichert, wo sie gebraucht wird: im Kopf, in Brust- und Baucheingeweiden, also im Körperkern. Damit die Organe funktionieren, muss die Körpertemperatur etwa bei 37°C liegen. Fällt die Körpertemperatur, verengen sich die zuführenden Gefäße zu den Gliedmaßen, damit die Wärme im Rumpf bleibt. So kühlen die Füße ab, manchmal bis unter 10°C. Das ist nicht tragisch, denn Extremitäten wie Füße und Hände sind wechselwarm und durchbluten mal mehr, mal weniger stark. Die Temperaturregelung ist bei Männern ähnlich. Da ihr Grundumsatz aber höher ist, können sie de Wärme besser im ganzen Körper konservieren.

Weitere Ursachen für kalte Füße

In den meisten Fällen steckt hinter den kalten Füßen eine harmlose Ursache. Am häufigsten ist tatsächlich die sogenannte Hypotonie, also niedriger Blutdruck, ursächlich für das Auskühlen der Füße. Denn damit alles schön warm ist und bleibt, muss das Herz mit dem richtigen Druck das Blut bis in die Füße pumpen. Im Gegensatz zu Bluthochdruck ist das niedrige Äquivalent aber meist ungefährlich. Schlanke Frauen oder große Männer wie ältere Menschen sind meist die Betroffenen.

Zudem beeinträchtigt auch ein schlechter Lebenswandel die Durchblutung und damit auch die Versorgung der Füße mit Wärme. Raucher etwa leiden häufig unter einer schlechten Durchblutung. Kalte Füße sind da vorprogrammiert. In die gleiche Kategorie fallen Übergewicht und Bewegungsmangel.