Muskelkater

Für einige Menschen bedeutet er, dass man effektiv Sport gemacht hat – der Muskelkater. Wer kennt das nicht: Man hat eine neue Sportart ausprobiert, ist wieder ins Training eingestiegen oder hat Wände gestrichen und kurze Zeit darauf schmerzen die beanspruchten Muskeln und man kann sich unter Umständen gar nicht bewegen. Manch einer denkt sogar, dass Sport nur etwas bringt, wenn man hinterher auch einen Muskelkater hat. Tatsächlich sagt uns der Schmerz in unserer Muskulatur, dass wir den Muskel ordentlich beansprucht haben, aber auch, dass er überanstrengt wurde.

Was genau ist Muskelkater?

Manchmal macht sich ein Muskelkater gerne auch erst am zweiten Tag so richtig bemerkbar. Am ersten Tag verspüren wir zwar schon ein leichtes Ziehen, die Muskeln spannen womöglich etwas, aber das war es dann auch schon. Doch am zweiten Tag kann es dann richtig heftig werden und die Muskelschmerzen beeinträchtigen unseren Alltag erheblich.

Früher nahm man an, dass Sport und Training im anaeroben Bereich – also ohne Sauerstoff -  zu einer Anreicherung von Milchsäure führt und diese den Muskelkater verursacht. Heute allerdings weiß man, dass bei einem heftigen Training die Muskeln anders in Mitleidenschaft gezogen werden. Tatsächlich entstehen dann winzige Risse (Rupturen) in einzelnen Muskelfasern, aus medizinischer Sicht stellen diese kleine Verletzungen des Gewebes dar. Solche Verletzungen treten allerdings nicht nur beim Sport auf, sie können auch bei ungewohnten Bewegungsabläufen entstehen.

Muskelkater macht sich egal wie er entstanden ist, aber meist immer gleich bemerkbar. Die beanspruchte Muskulatur ist schwach, kraftlos, manchmal verhärtet und vor allem schmerzt sie bei den kleinsten Bewegungen. Bewegungseinschränkungen gehören folglich zu den typischen Symptomen von Muskelkater. Der Arm lässt sich kaum heben oder es fällt einem sehr schwer, zu laufen. Manchmal kann ein Muskelkater sogar mit bis zu drei Tagen Verzögerung auftreten, um sich dann bis zu einer Woche zu halten.

Wie entsteht Muskelkater?

Die Auswirkungen eines Muskelkaters sind meistens das Ergebnis entweder von intensiven körperlichen Belastungen oder ungewohnten Bewegungsabläufen. Sportarten wie Fußball oder Badminton, bei denen man abrupt abbremsen oder schnell antreten muss, kann es zum Muskelkater kommen. Insbesondere bei sogenannten exzentrischer (abbremsender) Muskelarbeit tritt häufig Muskelkater auf. Bei einer solchen Bewegung sind weniger Muskelfasern aktiv, damit erhöht sich die Belastung auf die aktiven.

Die Regeneration der Muskelfasern regelt der Körper in der Regel selbst innerhalb einer Woche. Der Heilungsprozess treibt eine Anpassungsreaktion voran. Es bilden sich mehr Muskelfasern. Allerdings kann man diesen körpereigenen Heilungsprozess auch unterstützen bzw. die Schmerzen lindern.

Das hilft gegen Muskelkater

Da es sich auch beim Muskelkater um eine Verletzung von Gewebe handelt, ist zumindest eine kurzzeitige Schonung angeraten. Manchmal erlaubt die Bewegungseinschränkung beim Muskelkater ohnehin keine weitere Anstrengung. Vor allem aber könnten beim fortgesetzten Training die Bewegungsabläufe womöglich nicht korrekt ausgeführt werden, was wiederum zu Fehlbelastungen und weiteren Verletzungen führen kann. Die goldene Regel beim Muskelkater lautet also, den Muskelfasern Zeit zu geben, sich zu erholen.

Allerdings kann man durch sanftes passives Dehnen den Heilungsprozess von Muskelkater unterstützen. In der Phase der Regeneration können solche Stretching-Übungen zur Durchblutung des Muskels beitragen und den Druck des Muskelkaters vermindern. Hingegen gelten als Dehnübungen vor dem Sport nicht mehr als präventiv, um Muskelkater vorzubeugen. Das haben mehrere Studien mittlerweile belegt. Wenn bereits Muskelkater aufgetreten ist kann eben vorsichtiges Dehnen oder sogenannte konzentrische Bewegungen wie zum Beispiel beim Radfahren die Schmerzen gelindert werden.

Besonders wohltuend wirken Massagen sowie bestimmte Sportmassagen bei Muskelkater. Sie wirken detonisierend auf die Muskeln, das heißt sie entspannen den überforderten Muskel und unterstützen die Regeneration. Vorsicht aber beim Ausüben des Drucks! Denn wenn die Massage zu stark gerät, kann sie den Muskelkater unter Umstand verstärken. Spezielle Gele können die Muskelkater-Massage gezielt unterstützen. Mit Latschenkiefernöl oder auch Beinwellextrakt pflegen diese Kosmetika schon während der Massage, die man zur Regeneration beanspruchter Muskeln gerne anwendet.

Muskelschmerzen

In unserem Körper existieren 650 Muskeln, die täglich unsere Bewegungsarbeit koordinieren und leisten. Kein Wunder, dass mal der ein oder andere Muskel schmerzt. Muskelschmerzen variieren dabei in ihrer Intensität. Genauso können sie plötzlich auftreten und schnell wieder abklingen oder aber sie verlaufen chronisch.

Verspannung und Massage

Wenn wir etwa den Kopf nicht mehr richtig drehen können, weil sonst der Nacken schmerzt, oder die Lendenwirbelsäule weh tut, dann sprechen wir von Verspannungen. Und die kennt fast jeder. Sei es, ob wir uns verlegen haben oder uns in einer ständigen Fehlhaltung befinden, die daraus resultierenden Schmerzen mussten schon viele Menschen kennenlernen.